Inflationsrate von 4,5 Prozent bei Nahrungsmitteln

Die Verbraucher in Deutschland müssen für Nahrungsmittel weiterhin deutlich tiefer in die Tasche greifen als 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, wird sich der Anstieg der Lebensmittelpreise gegenüber November 2020 nach den bisher vorliegenden Ergebnissen auf durchschnittlich 4,5 % belaufen. Damit läge die betreffende Teuerungsrate um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau von Oktober, aber 0,4 Prozentpunkte unter dem von September.

Klarer Treiber der allgemeinen Geldentwertung ist aktuell aber der Bereich Energie. Die Verbraucherpreise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe dürften im November den vorläufigen Angaben der Statistiker zufolge das Vorjahresniveau im Mittel um 22,1 % übertreffen, nach 18,6 % im Oktober und 14,3 % im September. Die Inflationsrate beziffert Destatis für den Berichtsmonat auf 5,2 %. Eine Fünf vor dem Komma hatte es zuletzt im September 1992 gegeben.

Die hohen Inflationsraten seit Juli 2021 haben laut Destatis eine Reihe von Gründen, darunter auch Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Hier wirkten sich insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte erhöhend auf die Gesamtteuerung aus. Hinzu kämen neben den üblichen Marktentwicklungen die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 sowie krisenbedingte Effekte wie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich vorerst nur teilweise und abgeschwächt im Verbraucherpreisindex und in der Inflationsrate niederschlagen würden. AgE


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