Özdemir soll Bundeslandwirtschaftsminister werden

Cem Özdemir soll neuer Bundeslandwirtschaftsminister werden. Das hat der Vorstand der Grünen gestern Abend nach langen Beratungen in Berlin entschieden. Der frühere Bundesvorsitzende der Partei setzte sich damit gegen Fraktionschef Dr. Anton Hofreiter durch, der dem neuen Kabinett nicht angehören wird. Das neu zugeschnittene Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz soll von der langjährigen Bundestagsabgeordnete der Grünen, Steffi Lemke, geleitet werden.
Der 55-jährige Özdemir hatte bei der Bundestagswahl im September mit fast 40 % erstmals ein Direktmandat in Stuttgart gewonnen. Dem Bundestag gehörte der gebürtige Schwabe von 1994 bis 2002 an. Von 2004 bis 2009 war Özdemir Abgeordneter des Europaparlaments. Den Bundesvorsitz der Grünen hatte er von 2008 bis Anfang 2018 inne. 2013 kehrte er in den Bundestag zurück. Bei der Bundestagswahl 2017 war der gelernte Erzieher und Diplom-Sozialpädagoge Spitzenkandidat der Grünen und einer der Verhandlungsführer seiner Partei bei den letztlich erfolglosen Jamaika-Verhandlungen in Berlin.

In der abgelaufenen Legislaturperiode war der designierte Bundeslandwirtschaftsminister Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur. Özdemir, der dem „Realo-Flügel“ seiner Partei zugerechnet wird, ist Mitglied im Politischen Beirat des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW) sowie der überparteilichen Theodor-Heuss-Stiftung. Bisherige politische Schwerpunkte waren insbesondere die Wirtschafts- und Verkehrspolitik sowie die Integrationspolitik. Als erster Grüner war der Sohn türkischer Eltern 2014/2015 "Botschafter des Bieres" des Deutschen Brauer-Bundes (DBB). 2017 ernannte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks Özdemir zum "Botschafter des Deutschen Brotes". AgE


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