Schweinefleischexporteure finden Alternativen für China

Die Schweinefleischexporte der USA nach China einschließlich Hongkong sind in diesem Jahr ordentlich ins Stocken geraten; doch konnten die Anbieter Absatzalternativen finden. Laut Daten der amerikanischen Exportorganisation für Fleisch (USMEF) sind die US-Ausfuhren von Schweinefleisch einschließlich Nebenerzeugnissen und Verarbeitungsware in die Volksrepublik in den ersten drei Quartalen 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 181 000 t oder 23 % auf 619 710 t gesunken. Der daraus resultierende Exporterlös ging ebenfalls um gut ein Fünftel auf umgerechnet 1,24 Mrd Euro zurück. Betroffen von der Kaufzurückhaltung Chinas war allerdings nur frisches und gefrorenes Schweinefleisch, dessen Absatz um rund 40 % auf 360 000 t einbrach. Die Verkäufe von Verarbeitungsfleisch und Nebenerzeugnissen legten dagegen um fast 24 % auf 259 700 t zu.

Trotz des schwachen Chinageschäftes lagen die US-Schweinefleischexporte insgesamt von Januar bis September 2021 mit 2,24 Mio t gut 1 % über dem Rekordniveau des Vorjahreszeitraumes. Noch erfreulicher entwickelten sich für die Exporteure die Einnahmen, denn diese stiegen um gut 9 % auf 5,38 Mrd Euro. In diesem Jahr dürfte bei den Ausfuhrerlösen ein neues Hoch erreicht werden. Neben überdurchschnittlichen Verkaufspreisen sorgten dafür auch Vermarktungserfolge in anderen Ländern. Das galt insbesondere für Mexiko, wohin die Lieferungen gegenüber den ersten drei Quartalen um 27 % auf 623 200 t zulegten, die dabei erzielten Einnahmen sogar um 57 % auf 1,07 Mrd Euro. Von der Menge her löste Mexiko damit China als wichtigste Exportdestination ab.

Drittgrößter Kunde für Schweinefleisch aus den USA blieb Japan, das seine Bestellungen in den Staaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 % auf 301 000 t steigerte. Ebenfalls um rund 6 % auf 128 500 t ging es mit den Exporten nach Südkorea aufwärts. Zudem wurde in die Staaten Zentralamerikas mit 93 140 t gut die Hälfte mehr Schweinefleisch verkauft. Die Lieferungen in die Asean-Länder erhöhten sich um 46 % auf 66 500 t, wobei die Ausfuhren auf die Philippinen überdurchschnittlich stark, nämlich um 146 % stiegen. Australien fiel hingegen in der Rangliste der wichtigen Kunden zurück; die Schweinefleischexporte dorthin nahmen um 19 % auf knapp 50 000 t ab. AgE


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