Getreide und Ölsaaten

Der Weizenfuture an der Matif ging mit Verlusten in das Wochenende. Der Dezemberkontrakt notierte 287,50 Euro/to (-2,25 Euro/to). Die nachfolgenden Termine zeigten ebenfalls nach Süden.
USA und Europa: Die Weizen- und Maisfutures haben am vergangenen Freitag sowohl in den USA als auch in Europa nachgegeben. Im Vorfeld des morgigen USDA-Berichtes gehen die meisten Analystenhäuser von einer größeren US-Weizenaussaat für die Ernte 2022/2023 aus.

Beim Mais erwartet man bei der aktuellen Ernte bessere Erträge. Für die Maiproduktion 2022/2023 sieht man einen Rückgang von 0,5 Mio. ha gegenüber der Aussaat für die laufende Ernte. Dabei spielen auch die hohen Düngemittelpreise eine nicht zu unterschätzende Rolle. Da die globale Versorgungsbilanz beim Weizen eng ist und die Nachfrage eher hoch, könnte bereits eine geringfügiger Abwärtskorrektur innerhalb des USDA-Reportes für deutliche Marktbewegungen bei den Getreidefutures sorgen!

Am Kassamarkt wird derzeit rege Getreide umgeschlagen. Verglichen mit den Vorjahren haben die hiesigen Landwirte aktuell deutlich mehr Weizen verkauft.

EU-Rapsaatfutures: Angelehnt an die schwächeren Vorgaben des US-Sojabohnenmarktes und der deutlich nachgebenden Palm- und Sojaölnotierungen gerieten die EU-Rapssaatfutures der Ernte 2021 auch zum Wochenschluss unter Druck. Die Kursabschläge hielten sich aufgrund der sehr engen Versorgungsbilanz aber in überschaubaren Grenzen. Der Frontmonat Februar 2022 beendete die Euronext-Sitzung mit minus 2,50 Euro/t bei 685,00 Euro/t. Der Mai-Kontrakt verlor 4,50 Euro/t und schloss bei 664,00 Euro/t. Die Futures der Ernte 2022 konnten dafür größtenteils kleinere Notizgewinne verbuchen.

Die kanadischen Canola-Futures präsentierten sich im Fahrwasser des negativen Marktumfeldes ebenfalls schwächer. Der führende Januar-Future 2022 ging bei 978,70 Can-$/t (-12,00) aus dem ICE-Börsentag.

US-Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse haben vergangenen Freitag weiter an Wert verloren und schlossen im Minus. An der Chicago Board of Trade verlor der Sojabohnen Januar-Kontrakt 17,25 US-Cent/bushel auf 1.205,50 US-Cent/bushel. Der Sojaschrot Dezember-Kontrakt gab 3,10 US-$/short ton ab und beendete die Handelssitzung bei 332,70 US-$/short ton. Da die Marktteilnehmer, bei dem morgigen Wasde-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums, mehrheitlich von höheren Endbeständen und einer höherer US-Sojabohnenproduktion ausgehen, kam es am Freitag zu weiteren Gewinnmitnahmen. Die Analysten gehen im Vorfeld von einer Erhöhung der Endbestände von über 1 Mio to auf 105,5 Mio to aus.

Am heutigen Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1571 US-Dollar. Vor dem Wochenende war der Eurokurs mit 1,1513 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1519 Dollar festgesetzt. Die Computerbörse startet heute Morgen uneinheitlich in die neue Handelswoche.


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