Waldzerstörung soll bis 2030 gestoppt werden

Die heutige Ankündigung von mehr als 100 Staaten bei der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis zum Jahr 2030 zu stoppen, hat der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, begrüßt. Der CDU-Politiker nannte das Bekenntnis gegen die weltweite Waldzerstörung "einen wichtigen und überfälligen Schritt im internationalen Kampf gegen den Klimawandel", denn allein 1 ha Wald binde rund 8 t CO2. Allein in Deutschland würden die nationalen Gesamtemissionen ohne den Beitrag der Wälder und der Holznutzung um rund 14 % ansteigen.
Stegemann betonte die Notwendigkeit, die hiesigen Wälder in der Produktion zu halten und forstwirtschaftlich zu nutzen. Weitere Waldstilllegungen, wie sie von einigen der "Ampelparteien" gefordert würden, seien kontraproduktiv und müssten verhindert werden. Die nächste Bundesregierung müsse sich zur multifunktionalen Waldbewirtschaftung bekennen, mahnte Stegemann.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hatte zum Auftakt der Klimakonferenz am Sonntag dazu aufgerufen, die globale Ernährungssicherung beim Klimaschutz angemessen zu berücksichtigen. Nachdem das Thema bereits im Pariser Klimaabkommen seinen Niederschlag gefunden habe, müsse nun auch die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel in den Fokus gerückt werden, erklärte der DBV. Es gehe darum, mit Agrarforschung, Züchtung, Bewässerung und Digitalisierung die Voraussetzungen für eine klimastabile Landwirtschaft und Nahrungsmittelerzeugung zu schaffen.

Laut Bauernverband wird das Ziel der Klimaneutralität nur mit den Kohlenstoffsenken der Land- und Forstwirtschaft, der Bioenergie sowie mit nachwachsenden Rohstoffen möglich sein. Um das Potential eines "Carbon Farming" zu heben, müssten internationale Standards für die Berichterstattung und Anrechnung in der Klimabilanzierung geschaffen werden. Das sei die Voraussetzung für eine erforderliche Honorierung dieser Senkenleistungen. AgE


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