Chicago-Weizenfuture knackt 8-Dollar-Marke

An der Terminbörse in Chicago hat der Weizenfuture mit Fälligkeit im Dezember 2021 gestern die Linie von 8 Dollar nach oben durchbrochen. Heute gegen 14 Uhr hiesiger Zeit kostete der Kontrakt 8,05 $/bu (255 Euro/t); das waren 4,1 % mehr als der Abrechnungskurs von vergangenem Freitag. Auf diesem Niveau hatten sich die Dezemberfutures zuletzt im Februar 2013 bewegt.
Unterdessen setzte auch der Pariser Weizenkontrakt zur Lieferung im Dezember 2021 seinen Aufwärtstrend fort. Für dieses Papier waren heute in der Spitze 297 Euro anzulegen; das bedeutete gegenüber dem Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag ein Plus von 13,75 Euro/t oder 4,9 %.

Als Auslöser für diese feste Entwicklung führen Analysten unter anderem unerwartet umfangreiche Weizenkäufe Saudi-Arabiens und Ägyptens an. Außerdem kauften Börsenspekulanten Rohstoffkontrakte, weil sie eine anhaltende Inflation erwarteten.

Darüber hinaus rechneten viele Marktakteure auch mit einer knappen Weizenversorgung im kommenden Jahr, weil die aktuelle Hausse der Düngemittelpreise zu einem rückläufigen Einsatz dieser Betriebsmittel und damit zu rückläufigen Weizenerträgen bei der Ernte 2022 führen könnte.

Diese Erwartung spiegelt auch der Kurs des Chicagoer Weizenfutures mit Fälligkeit im Dezember 2022 wieder, der sich zuletzt nur knapp unter dem Niveau des Frontkontraktes bewegte. Dagegen notierte der Pariser Weizenfuture zur Lieferung im Dezember 2022 noch um etwa 18 % günstiger als der vordere Kontrakt. AgE


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