Rabobank warnt vor Margendruck im Ackerbau

Die im Ackerbau erzielbaren Gewinne werden in der Anbausaison 2022/23 wahrscheinlich spürbar kleiner ausfallen als in den beiden Vorjahren. Davon geht zumindest die Rabobank in einer aktuellen Analyse aus. Demnach ist mit einer "extremen Verteuerung" der Betriebsmittel für die kommende Ernte zu rechnen.
Den Bankern zufolge dürfte sich die in den vergangenen Monaten verzeichnete kräftige Kostensteigerung für Düngemittel fortsetzen. Außerdem prognostizieren sie deutliche Preisanstiege für Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Zwar würden sich die Erzeugerpreise für Getreide und Ölsaaten wohl fest entwickeln, aber die Gewinnmargen kämen trotzdem unter Druck.

Den Landwirten empfehlen die niederländischen Fachleute angesichts der erwarteten Betriebsmittelteuerung, wegen möglicher Versorgungsengpässe und wahrscheinlich stark schwankender Erzeugerpreise schon jetzt die Finanzplanung für die kommende Vermarktungssaison anzugehen.

Die Rabobank rät den Landwirten im Einzelnen, möglichst rasch Kontakt mit dem Agrarhandel aufzunehmen, um sich über das verfügbare Angebot von Betriebsmitteln und über die betreffenden Preise für 2022 zu informieren. Vor dem Einkauf von Betriebsmitteln sei die Ableitung eines einzelbetrieblichen "Pro-forma-Produktionsbudgets" hilfreich. Dieser individuelle Etat sollte bei der Eindeckung mit Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln streng berücksichtigt werden. Außerdem sollten die Landwirte Ernteerlöse rechtzeitig über Hedging-Geschäfte absichern, um das Risiko von Preisschwankungen zu minimieren. AgE


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