Kommission plant gegenwärtig keine Eingriffe

Die Landwirtschaft in der Europäischen Union kann wegen der teils drastisch gestiegenen Düngemittelpreise zumindest zum aktuellen Zeitpunkt auf keine Entlastungsmaßnahmen Brüssels hoffen. Aus Kommissionskreisen hieß es heute lediglich, dass die Behörde die Marktsituation in den einzelnen Sektoren genau verfolge. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise hat sich die Produktion von Stickstoffdüngern derartig verteuert, dass Hersteller ihre Produktionsanlagen teils runterfahren und dadurch gegenwärtig deutliche Versorgungsengpässe drohen.

Zur Ankündigung des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, bei weiter steigenden Betriebsmittelpreisen, Beihilfen für seine Bauern zahlen zu wollen, erklärte eine Kommissionssprecherin gegenüber AGRA-EUROPE, dass jeder EU-Mitgliedstaat das Recht habe, Sonderhilfen zu leisten. Das betreffende Mitgliedsland müsse sich allerdings diese von der die Kommission genehmigen lassen.

Erst kürzlich hatte die Brüsseler Behörde vor dem Hintergrund des kräftigen Anstiegs der Energiepreise eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie auf mögliche Maßnahmen zur Abfederung der Folgen dieser Verteuerung für die Wirtschaft einging. Ziel müsse es sein, den Übergang in die Nutzung erneuerbarer Energien zu erleichtern, betonte die Kommission. Sie kündigte an, es den Mitgliedstaaten zu vereinfachen, Hilfen für Unternehmen oder Industriebranchen im Einklang mit dem EU-Beihilferecht zu gewähren. AgE


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