IGC erwartet etwas größere Ernte

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für die Weltgetreideernte 2021/22 geringfügig heraufgesetzt. Die Londoner Experten beziffern das betreffende Aufkommen in ihrem gestern veröffentlichten Bericht auf 2,290 Mrd t; einen Monat zuvor waren 2 Mio t weniger erwartet worden. Damit würde das Vorjahresniveau um 79 Mio t oder 3,6 % übertroffen.
Im Einzelnen sieht der IGC die diesjährige globale Maisernte bei 1,21 Mio t; die Septemberprognose lag 1 Mio t darunter. Die Maisproduktion 2020/21 war um schätzungsweise 84 Mio t kleiner ausgefallen. Ihre Voraussage für das weltweite Weizenaufkommen beließen die Londoner Fachleute bei 781 Mio t; die Vorjahresmenge würde demnach um 7 Mio t übertroffen.

Den weltweiten Getreideverbrauch 2021/22 veranschlagt der Getreiderat nun auf voraussichtlich 2,291 Mrd t; im September war hier mit 4 Mio t weniger gerechnet worden. Die Schätzung für das Vorjahr beläuft sich auf 2,227 Mrd t Getreide. Ausschlaggebend für die Anhebung der Prognose ist laut IGC vor allem ein wahrscheinlich größerer Bedarf an Gerste, Sorghum und Hafer. Die Voraussagen für den globalen Verbrauch von Weizen und Mais blieben unverändert bei 783 Mio t beziehungsweise 1,201 Mrd t; das entspricht im Vorjahresvergleich aber Steigerungen um 13 Mio t und 54 Mio t.

Nach Einschätzung des IGC dürften sich die globalen Bestände an Getreide Ende 2021/22 dem Anfangsniveau entsprechend auf 600 Mio t belaufen; im September hatte die Prognose 599 Mio t gelautet. Das jetzt erwartete Volumen würde lediglich ausreichen, um 26 % der voraussichtlichen Nachfrage zu decken; das wäre die knappste Versorgungssituation seit 2014/15. Im Einzelnen soll der Bestand von Weizen im Vergleich zum Saisonbeginn um 3 Mio t auf 276 Mio t abgestockt werden. Dagegen erwarten die Fachleute für Mais hier eine Zunahme um 9 Mio t auf 285 Mio t.

Den Welthandel mit Getreide taxiert der Getreiderat für 2021/22 jetzt auf 421 Mio t; im September waren noch 4 Mio t weniger erwartet worden. Die Handelsmenge 2020/21 wird auf 427 Mio t geschätzt. Angehoben wurde zuletzt vor allem die betreffende Prognose für Weizen, und zwar um 3 Mio t auf den Rekord von 194 Mio t. Dagegen senkten die Londoner Experten ihre Voraussage für den globalen Handel mit Mais um 1 Mio t auf 178 Mio t. AgE


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