EU-Aktionsplan soll Nachfrage stärken

Die Europäische Kommission plant eine deutliche Stärkung der Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Dazu wurde heute in Brüssel ein Aktionsplan vorgestellt, der mehrere konkrete Maßnahmen vorsieht, um den Verbrauchern die Verwendung von Ökolebensmitteln schmackhafter zu machen. Zum einen sollen es mehr Information und Kommunikation über die Produktion ökologischer Nahrungsmittel geben. Zugleich sollen die Förderung des Verbrauchs sowie des Angebots entsprechender Erzeugnisse in öffentlichen Kantinen über das öffentliche Auftragswesen und den Ausbau der Verteilung im Rahmen des EU-Schulprogramms angekurbelt werden.

Im Weiteren zielen die Maßnahmen des Aktionsplans der EU-Behörde zufolge darauf ab, dem Betrug vorzubeugen, das Verbrauchervertrauen zu stärken und die Rückverfolgbarkeit von biologischen Erzeugnissen zu verbessern. Dabei sollen auch Privatunternehmen eine wichtige Rolle spielen, indem sie beispielsweise "Bio-Gutscheine" an ihre Beschäftigten ausgeben, mit denen diese Bioprodukte kaufen können.

Die Kommission hob hervor, dass neben der Ausrichtung des Aktionsplans auf die Sogwirkung der Nachfrage auch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ein Schlüsselinstrument für die Förderung der Umstellung sei. Im bisherigen GAP-Haushalt habe man rund 1,8 % der Gelder - also 7,5 Mrd Euro - zur Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft bereitgestellt. Allerdings verspricht sich die Brüsseler Behörde von der künftigen GAP im Zeitraum 2023 bis 2027 - je nach Ausgang der laufenden Verhandlungen - für die neu zu schaffenden Eco-Schemes Gelder in Höhe von 38 Mrd Euro bis 58 Mrd Euro. Im Rahmen der Öko-Regelungen, könne auch der Ökolandbau gefördert werden, so die Kommission.

Laut Aktionsplan sollen auch die Leistungen der ökologischen Landwirtschaft im Hinblick auf die Nachhaltigkeit verbessert werden. Die entsprechenden Maßnahmen seien darauf ausgerichtet, den Tierschutz zu stärken, die Verfügbarkeit ökologischen Saatguts zu gewährleisten, den CO2-Fußabdruck des Sektors zu verkleinern und den Verbrauch von Kunststoff, Wasser und Energie "möglichst weitgehend" zu reduzieren, erläuterte die Kommission. AgE


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