Getreide und Ölsaaten

Auf dem Getreidemarkt musste nur der Frontmonat marginal nachgeben, die späteren Termine bewegten sich zum Handelsende in der Gewinnzone und erholten sich leicht von den Verlusten vor dem Wochenende. Am Kassamarkt haben die Handelsaktivitäten aufgrund der hohen Preise etwas nachgelassen. Viele Käufer sind nicht bereit Aufschläge zu zahlen, die Erzeuger wiederum spekulieren weiter auf steigende Preise und halten ihre alterntige Ware noch zurück.
In der Ukraine sind die Bestände nach den neusten Ergebnissen aus den Bestandsdaten zu 98 % in einem guten Zustand und haben dementsprechend nicht so stark unter den Frösten gelitten wie noch vor einigen Wochen vermutet. In Chicago schafften es die Futures vor dem Wochenende nicht die Vorzeichen zu drehen und schlossen mit Verlusten den Handel am Freitag. Mit dem Wochenstart ging es für die Future wieder aufwärts und notierten am Montag moderate Gewinne. Vor allem die gestern veröffentlichten Exportzahlen des USDA verhalf den Kontrakten in den grünen Bereich. Rund 683.492 Tonnen wurden in der vergangenen Woche exportiert, das entspricht gegenüber der Vorwoche einem Plus von 41 %. Aus dem jüngsten NASS-Report geht hervor, dass sich rund 38 % der Bestände in Kansas in einem guten bis exzellenten Zustand befinden. Besonders das Sturmtief mit den kräftigen Niederschlägen hat die Bestände gestützt und die Wachstumsbedingungen verbessert.

In Paris fanden die Maiskurse sowohl vor dem Wochenende, als auch beim gestrigen Handel keine einheitliche Richtung. Der Frontmonat legte leicht zu, der darauffolgende Augusttermin gab wiederum nach. Nach einem schwachen Start setzten sich gestern an der CBoT die Bullen durch und sorgten für kräftige Gewinne. Unterstützung gab es besonders durch die Exportzahlen des USDA, die sich auf 2,2 Mio. Tonnen summierten und zeitgleich den zweithöchsten Wochenwert seit 1989 markierten. Die Erwartungen der Analysten lagen mit 1,2 und 1,9 Mio. Tonnen darunter. In Brasilien liegt der Fortschritt der Maisaussaat bei 75 % und häng damit immer noch hinter dem Ergebnis des Vorjahres.

Die Rapsfutures konnten von dem volatilen Handelsverlauf beim Soja lösen und marschierten weiter nach oben. In Kanada konnten die Canolakontrakte keine einheitliche Richtung finden. Beim gestrigen Handel erholten sich die Sojabohnen von den Verlusten am Freitag und legten zu. Der Mai verbuchte ein Gewinn von 6,25 $ US-Cent und kostet damit umgerechnet 437,54 Euro je Tonne. Vor allem die starken Vorgaben des Maismarktes gab der Ölsaat etwas Auftrieb. Die Exportzahlen mit einer Menge von 518.789 Euro/Tonne lag am unteren Rand der Erwartungen.

Im Februar wurden nach Angaben der US-Ölmühlenbetreiber rund 155.158 Mio. bushel Soja verarbeitet und lag damit ebenfalls am unteren Ende der Erwartungen. Zudem ist das der geringste Wert seit über eineinhalb Jahren Die Sojaölbestände wurden auf 1,76 Mrd. Pounds beziffert. In Brasilien hat sich an den wetterbedingten Verzögerungen bei der Ernte auch in den letzten Tagen kaum etwas verändert. Auch in Argentinien nehmen die Sorgen nicht weiter ab. Hier sorgt die anhaltende Dürre für Probleme. ZMP


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