Getreide und Ölsaaten

Die Weizenpreise an der Pariser Börse ziehen aufgrund technischer Käufe stark an. Handel und Erzeuger sortieren die letzten verbliebenen alterntigen Bestände um die Nachfrage der Verarbeiter bedienen zu können. Wiederrum rechnet der Handel, aufgrund des hohen Preisniveaus, mit einer künstlichen Verknappung des Angebots. Es zähle wieder einmal der Grundsatz: "Ein hochpreisiges Gut geht niemals aus". Die Wintergetreidebestände auf den Feldern werden Bundesweit als gut, regional sogar als sehr gut bezeichnet. Die Niederschläge der vergangenen Tage und Wochen sorgen nach dem Tauwetter in weiten Teilen Deutschlands für eine komfortable Wasserversorgung der Böden und somit der Feldbestände bis weit ins Frühjahr hinein.
Erzeuger nutzen das hohe Preisniveau um Getreide und Ölsaaten der neuen Ernte zu verkaufen. Jedoch nicht jeder Verarbeiter ist bereit dieses Niveau zu akzeptieren. Unsere Gesamteinschätzung zur aktuellen Getreide Angebots- und Nachfragesituation der alten Ernte: Auf 3 Verkäufer treffen momentan 7 Käufer.

Im Sog des sichtbar festeren US-Sojakomplexes (verzögerte Sojabohnenernte in Brasilien trieb die Kurse an der CBoT nach oben) und der kräftig anziehenden Palmölnotierungen (gute Exportdaten) verbuchten die EU-Rapssaatfutures am gestrigen Börsentag deutliche Notizgewinne. Der alterntige Mai-Kontrakt gewann an der Euronext 11,00 Euro/t und beendete den Handelstag mit 472,00 Euro/t. Die nachfolgenden Liefertermine der Ernte 2021 schlossen 4,00 bis 7,00 Euro/t fester. Die kanadischen Canola-Futures profitierten ebenfalls vom positiven Marktumfeld und wurden dabei auch von den geringeren Canola-Lagerbeständen weiter nach oben gepuscht. Der Frontmonat März 2021 kletterte um das Tageslimit bzw. 30 Can-$/t nach oben und ging mit einem Schlusskurs von 830,70 Can-$/t aus der ICE-Sitzung.

Der Sojabohnenmarkt hat gestern wieder Fahrt aufgenommen und schloss über der Marke von 14 US-Dollar/Bushel. An der CBoT gewann der Sojabohnen März-Kontrakt 22,40 US-Cent und schloss bei 1.406,00 US-Cent/bushel. Der Sojaschrot März-Kontrakt konnte nicht ganz auf den gestrigen Höchstkursen schließen und gewann 3,40 US-$ auf 426,50 US-$/short ton. Der Sojaschrot August Kontrakt konnte 1,40 US-$ zulegen und ging bei 410,90 US-$/short aus der Handelssitzung. Die verzögerte Sojaernte in Brasilen, ausgelöst durch die jüngsten Regenfälle, ist weiterhin die treibende Kraft und stützt den Sojabohnenmarkt. Laut Angaben der Beratungsgesellschaft AGRural war die Sojaernte zur letzten Woche zu ca. 15 Prozent abgeschlossen. Im Durchschnitt der letzten Jahre war die Sojaernte zum gleichen Zeitpunkt bereits zu ca. 31 Prozent abgeschlossen. Knappe Bestände in den USA und eine höher erwartete Nachfrage von Seitens China, halten den Sojamarkt wohl vorerst stabil. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung Euro 1,2150 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Dienstagabend. Die Computerbörse startet heute Morgen stabil in den Handelstag.


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