Getreide und Milch

Die Weizen und Maispreise der alten Ernte bleiben weiter fest. Die Rekord-Minus-Temperaturen in weiten Teilen der USA beflügeln die Preise an den Börsen. Marktbeobachter rechnen mit teils erheblichen Frostschäden in den betroffenen Anbaugebieten der USA. Auch die Maispreise bleiben infolge des starken Marktumfelds sowie der verzögerten Aussaat in Brasilien fest gestimmt. Auch in Paris zogen die Weizenpreise leicht an, obwohl Analysten zufolge in den EU-Staaten nur mit geringen Frostschäden zu rechnen ist. da die Feldbestände meist mit einer ausreichenden Schneedecke geschützt waren.

Am regionalen Markt hat sich wenig geändert. Getreide der alten Ernte ist nach wie vor schwer oder nur mit erheblichen Aufgeldern zu bekommen. Die heimische Landwirtschaft hat Ihre Lagerbestände weitestgehend verkauft. Polnische Ware verbleibt aufgrund der guten Exportpreise im Inland. An der tschechisch-deutschen Grenze bildeten sich infolge der Covid-19 Testungen teilweise Staus bis 30 km Länge. Viele Getreideexporteure aus Tschechien stellten Ihre LKW-Transporte Richtung Deutschland vorerst ein. Analysten, Marktbeobachter und -teilnehmer rechnen nach wie vor mit erheblichem, nicht gedeckten Bedarf an Getreide seitens der Kraftfutterindustrie ab März / April diesen Jahres. Die Situation bleibt angespannt. Unsere Gesamteinschätzung zur aktuellen Getreide Angebots- und Nachfragesituation der alten Ernte: Auf 3 Verkäufer treffen momentan 7 Käufer.

Der Milchmarkt zeigt sich auch in dieser Woche in einer stabilen Verfassung. Das kleinere Angebot auf der einen Seite und die konstante Nachfrage auf der anderen Seite sorgt für ein festeres Preisgefüge. Mit einer möglichen Lockerungen nach dem Lock-Down könnte sich die Preise weiter freundlich entwickeln. Aber auch günstige Offerten aus dem Ausland stehen in den Startlöchern und setzen die heimischen Produkte unter Druck.
Bullish Factors - Junges Niveau in den Reifelägern - Solide Nachfrage - Rückläufige Anliefermengen

Bearish Factors - Internationale Konkurrenz - Corona-Pandemie - Euro/Dollar-Kurs


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