Umsätze stark gestiegen

Die Umsätze im Fachhandel für Biolebensmittel und Naturwaren sind im vergangenen Jahr stark angestiegen. Wie der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) heute berichtete, veranschlagen Hochrechnungen die Erlöse des Facheinzelhandels für 2020 auf 4,37 Mrd Euro und damit um 16,4 % über dem Vorjahr. Der Umsatz im Naturkostgroßhandel konnte den Verbandsangaben zufolge im gleichen Zeitraum um 21,7 % auf 2,34 Mrd Euro gesteigert werden.
Laut BNN hat die Corona-Pandemie das Interesse der Kunden an gesunden und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln und Waren deutlich verstärkt. Dabei sei die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie gefolgt. In den "Lockdown"-Phasen im Frühjahr und am Ende des Jahres hätten die Umsätze teilweise 20 % bis 30 % über den Vorjahresperioden gelegen.

Auch das Einkaufsverhalten hat sich verändert. Dem BNN zufolge haben die Verbraucher die Zahl der Einkäufe reduziert um das persönliche Ansteckungsrisiko zu minimieren, aber dafür deutlich mehr gekauft. Die Zahl der Kaufvorgänge sei im vergangenen Jahr um mehr als 10 % zurückgegangen, die durchschnittliche Rechnungssumme aber zugleich um etwa 25 % gestiegen.

"Durch den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung mussten die Menschen 2020 verstärkt selber kochen und haben sich daher intensiver mit der Herkunft und der Qualität ihrer Lebensmittel beschäftigt", erklärte BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel. Biolebensmittel und ökologische Waren des täglichen Bedarfs seien kein Trend mehr, sondern ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. An die Politik richtete Jäckel die Forderung, in der gesamten Wertschöpfungskette so schnell wie möglich Anreize für mehr Nachhaltigkeit zu schaffen. Nachhaltigkeit dürfe weder für Unternehmer noch Kunden ein Nachteil sein. AgE


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