Jäger will mit Branchentreff Auftakt zum "Agrarjahr 2021" geben

Der Projektleiter der Internationalen Grünen Woche (IGW), Lars Jäger, hat die coronabedingte Neuausrichtung der nächsten Messe als reinen Branchentreff ohne Publikumsverkehr verteidigt. Man habe den "kollektiven Kalender" zu Jahresbeginn nicht leer lassen wollen, könne aber nun einmal wegen der Pandemie und mit Blick auf die Sicherheit der Gäste keine "klassische Ausstellung" durchführen, erläuterte Jäger gestern bei einer Videokonferenz der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) die Beweggründe der Messe Berlin für die Neukonzeption. Mit der Ausgestaltung einer Branchenveranstaltung liefere man die Plattform für den Auftakt des "Agrarjahres 2021", das zahlreiche agrarpolitische Themen und damit Anlass zur fachlichen Diskussion im Rahmen der Grünen Woche biete.

Der Grüne Woche-Chef betonte dabei jedoch, dass es sich bei dem für den 18. bis 22. Januar geplanten Event in jedem Fall um ein "einmaliges Format" handele, das man auch deshalb veranstalte, um nicht den Anschluss an die IGW im Jahr darauf zu verlieren. Eine vollständige Absage wäre vor diesem Hintergrund der falsche Schritt gewesen, stellte Jäger klar. Die Entscheidung für den Verzicht auf die gewohnte Hallenausstellung und den Publikumsverkehr wurde nach seiner Darstellung schon in der vergangenen Woche bekanntgegeben, um auch für die Aussteller Klarheit zu schaffen.

Beim Entschluss für das neue Format habe sich die Messegesellschaft auch auf das Bundeslandwirtschaftsministerium gestützt, das an seinen bewährten Veranstaltungen "Zukunftsforum ländliche Entwicklung" und Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in "hybrider" beziehungsweise virtueller Form festhalte, sagte der Grüne Woche-Chef. Er setzt bei der Umsetzung des Branchentreffs auf die ideellen Träger der IGW, den Deutschen Bauernverband (DBV) und die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), die ihre Unterstützung bereits signalisiert hätten.

Die genaue Ausgestaltung der Grünen Woche 2021 wird nach Jägers Angaben im September erfolgen. Die Veranstaltungen sollen allerdings "soweit wie möglich" live erfolgen. Geplant sind Jäger zufolge schon jetzt eine Eröffnungsveranstaltung mit bis zu 1 000 Gästen, aber auch die aus anderen Jahren bekannten "Startup-Days" für junge Unternehmen. Darüber hinaus werde man in Absprache mit den Partnern weitere Ideen verwirklichen. Vorstellbar sei die Beteiligung einzelner Bundesländer oder Nationen, die beispielsweise die Verpflegung von Veranstaltungen übernehmen und dabei ihre landestypischen Produkte ausstellen könnten, so der Messe-Chef, der sich offen für weitere Vorschläge zeigte. AgE


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