DBV offen für Preiswerbeverbot

Beim Deutschen Bauernverband (DBV) ist man offen für das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ins Spiel gebrachte Preiswerbeverbot für Fleisch "Es ist richtig, Wert und Wertschätzung für Lebensmittel über eine solche Initiative zu erhöhen", erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied gestern vor Medienvertretern in Berlin. Am Ende müsse aus einem solchen Verbot für Lockvogelangebote aber auch ein höherer Erzeugerpreis für den Landwirt resultieren, stellte Rukwied klar.
Der Bauernpräsident zeigte sich verärgert, dass der Preiskampf im Einzelhandel immer wieder über Lebensmittel ausgetragen werde. Dumpingangebote für Lebensmittel dürften nicht genutzt werden, um Verbraucher ins Geschäft zu locken. Skeptisch ist der DBV-Präsident hingegen, was ein generelles Aktionsverbot für Lebensmittel angeht. Es sei beispielsweise durchaus sinnvoll, wenn bei einem akuten Überangebot an saisonalem Obst oder Gemüse Verkaufsaktionen gefahren würden, denn dann brauche es zum Abverkauf einen Preisanreiz.

Bekanntlich will Ministerin Klöckner als Konsequenz aus den jüngsten Vorfällen in der Schlachtindustrie verbieten, dass Fleisch unter Auslobung des Preises beworben wird. In einem Brief von Mitte August hatte die Ressortchefin ihrer für die Justiz zuständigen Kabinettskollegin Christine Lambrecht dazu einen konkreten Vorschlag unterbreitet. Das SPD-geführte Justizministerium hat angekündigt, das Vorhaben prüfen zu wollen. AgE


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