Neuanpflanzung für rund 308 Hektar Rebfläche genehmigt

Die deutsche Rebfläche wächst weiter. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) heute in Bonn mitteilte, wurden in diesem Jahr deutschlandweit rund 308 ha neue Rebflächen genehmigt, die meisten davon mit etwa 211 ha erneut in Rheinland-Pfalz. Seit Januar 2020 hatte die BLE eigenen Angaben zufolge insgesamt 2 632 gültige Anträge für Neuanpflanzungen entgegengenommen, von denen 2 611 Anträge bewilligt werden konnten. Insgesamt seien Neuanpflanzungen für rund 697 ha beantragt worden.

Rund 164 ha zusätzliche Rebfläche genehmigte die BLE im Jahr 2020 allein in Rheinhessen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) seien im Jahr 2019 im größten Weinanbaugebiet Deutschlands auf 26 860 ha Keltertrauben erzeugt worden. Nächstgrößere Anbauregion sei die Pfalz mit 23 684 ha. Hier bewilligte die Bundesanstalt in diesem Jahr etwa 37 ha neue Rebflächen. Darüber hinaus wurden für jeweils gut 17 ha in den Anbaugebieten Württemberg und Saale-Unstrut neue Anbaugenehmigungen erteilt, gefolgt von rund 14 ha in Franken, 10 ha in Baden und kleineren Flächen in den übrigen deutschen Anbaugebieten. Rund 35 ha an genehmigter Anbaufläche entfallen in diesem Jahr auf Landweingebiete und Gebiete ohne geschützte Ursprungsbezeichnung.

Der BLE zufolge dürfen jährlich in Deutschland im Umfang von maximal 0,3 % der Anbaufläche des Vorjahres neue Rebflächen angelegt werden, wobei der Stichtag der 31. Juli ist. An der Obergrenze von 0,3 % soll sich nach der aktuell geplanten Weingesetznovelle auch bis 2023 nicht ändern. Das EU-Recht erlaubt Neugenehmigungen von bis zu 1,0 % der bestehenden Rebflächen. Wer im Einzelnen wie viel zusätzliche Rebfläche erhält, richtet sich hierzulande nach Angaben der Bundesanstalt in erster Linie nach der Steillage der beantragten Areale. Erste Priorität hätten Flächen mit mehr als 30 % Hanglage, gefolgt von Flächen mit 15 % bis 30 % Hangneigung.

Aufgrund der Corona-Pandemie kam es in diesem Jahr laut BLE zu einer weiteren Änderung der Pflanzrechte-Regulierung. Wegen der pandemiebedingten umfangreichen Beschränkungen in den Mitgliedstaaten habe die EU-Kommission eine Durchführungsverordnung erlassen, nach der die Gültigkeit von Pflanzgenehmigungen aus dem Jahr 2017 automatisch bis zum 4. Mai 2021 verlängert werde. AgE


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