AbL bekräftigt Forderung nach stärkerer Bodenmarktregulierung

Der weitere Anstieg der Kaufpreise für Agrarflächen steht nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im direkten Zusammenhang zum Einstieg von Investoren in den Bodenmarkt. Sie bekräftigte deshalb mit Verweis auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ihre Forderung nach einer stärkeren Regulierung des Bodenmarktes. Mit einer Preissteigerung von im Mittel 3,5 % gegenüber 2018 seien insbesondere die neuen Bundesländer stark betroffen. Das Bundesland mit der höchsten Preissteigerung sei 2019 mit rund 9 % der Freistaat Thüringen gewesen, in dem gerade erst ein Großbetrieb an eine ALDI-Familienstiftung verkauft worden sei.
AbL-Bundesvorstandsmitglied Reiko Wöllert, Milchbauer in Thüringen, hält die gerade im Osten immer weiter steigenden Kauf- und Pachtpreise für „das Ergebnis einer nicht existierenden Agrarstrukturpolitik“. Die Bauern könnten sich den Boden oftmals schlicht nicht mehr leisten, weil die Bodenpreise genau wie die sonstigen Kosten seit Jahren steigen würden, die Erzeugerpreise aber nicht.

Hinzu komme, dass die Landwirte auf dem Bodenmarkt mit außerlandwirtschaftlichen Investoren wie eben der ALDI-Familienstiftung konkurrieren müssten, welche die Preise immer weiter nach oben trieben, beklagte Wöllert. Trotz aller Beteuerungen der politisch Verantwortlichen, auch in ihren Koalitionsverträgen, habe die Politik hier bisher nicht gehandelt. Damit müsse jetzt Schluss sein, so das AbL-Bundesvorstandsmitglied. AgE


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