Austausch über GAP-Reform und Farm-to-Fork-Strategie vorgesehen

Die Landwirtschaftsminister der EU-Mitgliedsländer treffen heute erstmals seit Beginn der Covid-19-Pandemie wieder physisch zusammen. Es ist zugleich der erste Agrarrat unter deutscher Ratspräsidentschaft und somit unter Leitung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Wie schon am vergangenen Mittwoch vor den Mitgliedern des Landwirtschaftsausschusses des Europaparlaments wird die Bundesministerin nun gegenüber ihren Amtskollegen ihr Programm für das laufende Halbjahr vorstellen.

Zu den von Klöckner aufgeführten Pflichtthemen gehört die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), über die sich die Agraressortchefs erneut austauschen werden. Dabei wird es auch diesmal wieder um die nationalen Strategiepläne und die Grüne Architektur der zukünftigen EU-Agrarpolitik gehen. Darüber hinaus ist erneut ein Austausch über die Farm-to-Fork-Strategie geplant. Diese sieht bekanntlich erhebliche Einschränkungen für die Landwirtschaft vor, und zwar eine Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes um 50 % und eine Senkung des Düngemittelaufwands um 20 % bis zum Jahr 2030.

Die Visegrad-Länder - Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn - sowie Bulgarien und Rumänien werden eine gemeinsame Erklärung zur GAP-Reform und der Farm-to-Fork-Strategie vorlegen. Hierbei dürfte es insbesondere wieder um die Forderung nach einer vollständigen Angleichung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen gehen. Schließlich wird die EU-Kommission die Agrarminister über die aktuelle Entwicklung wichtiger landwirtschaftlicher Märkte informieren. Auch dazu ist ein Meinungsaustauch der Ressortchefs vorgesehen. AgE


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