Corona-bedingter Umsatzeinbruch im April

Die Corona-Pandemie hat trotz Hamsterkäufen der Bundesbürger im April tiefe Spuren in den Bilanzen der deutschen Ernährungswirtschaft hinterlassen. Nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) verzeichnete die Branche im Berichtsmonat im Vergleich zu April 2019 einen Umsatzrückgang von 5,1 % auf 15,02 Mrd Euro. Der Einbruch war dabei laut Bundesvereinigung auf sinkende Absatzzahlen zurückzuführen, die um 7,5 % hinter den Vorjahreswert zurückblieben. Die Erzeugerpreise im In-und Ausland konnten hingegen leicht zulegen.

Wie aus dem heute veröffentlichten BVE-Konjunkturreport weiter hervorgeht, wurden im April Lebensmittel im Wert von 4,70 Mrd Euro exportiert. Dies entsprach einem Rückgang von 3,9 %. Der mengenmäßige Absatzrückgang im Ausland lag im Vorjahresvergleich sogar bei 8,7 %. Wie schon im März zeigten sich zudem auch im April die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Produktion: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex der deutschen Ernährungsindustrie sank gegenüber April 2019 um 15,6 %.

Derweil zeigte sich bei der Branchenstimmung zuletzt eine Trendwende: Der Saldo des Geschäftsklimas im monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni um 23,4 Punkte und lag mit plus 6,1 Punkten erstmals seit vier Monaten wieder im positiven Bereich. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage konnte den Tiefpunkt im Mai ebenfalls überwinden und stieg im Juni auf insgesamt 3,2 Punkte. Auch die Geschäftserwartung der nächsten Monate zeigt einen klaren Aufwärtstrend: Mit einem Saldo von plus 9,0 Punkten konnte der Indikator gegenüber dem Vormonat 23,4 Punkte und im Vorjahresvergleich 21,8 Punkte gutmachen. AgE


© 2020 Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe eG -
Kontakt: info@raiffeisen-ave.de - Datenschutz Impressum
Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK