Absatz in der EU weitgehend konstant

Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in der Europäischen Union hat sich im Zeitraum von 2011 bis 2018 kaum verändert. Das geht aus einer Analyse hervor, die das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) jetzt vorgelegt hat. Demnach wurden in den betreffen Jahren jeweils etwa 360 000 t Wirkstoff verkauft.

Mit mehr als zwei Dritteln der Verkaufsmenge entfiel erwartungsgemäß der Großteil auf die bedeutendsten Agrarerzeugerländer Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien. In diesen vier Mitgliedstaaten befinden sich laut Eurostat 51 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) sowie 49 % des Ackerlandes der Gemeinschaft.

In Deutschland wurden nach Angaben der Statistiker 2018 insgesamt fast 45 000 t Pflanzenschutzmittel verkauft; im Jahr 2011 waren es etwa 43 900 t. In Frankreich erreichte der betreffende Absatz im vorvergangenen Jahr rund 85 000 t, nach 61 200 t zu Beginn des Berichtszeitraums. In Italien wurden 2018 insgesamt 54 000 t Wirkstoff vermarktet, sieben Jahre zuvor wurden gut 70 300 t abgesetzt. In Spanien überstieg die Verkaufsmenge 2011 und 2018 jeweils die Marke von 70 000 t.

Neben Frankreich und Italien hat sich der Absatz von Pflanzenschutzmitteln 2018 im Vergleich zu 2011 auch in Österreich, Portugal, Irland und Zypern stark verändert. In Portugal gingen die Verkaufszahlen um mehr als 40 % auf 8 000 t zurück, und in Irland wurden mit rund 2 700 t 28 % weniger vermarktet. In Österreich wurden zum Ende des Berichtszeitraums 5 280 t Pflanzenschutzmittel verkauft; das entsprach einer Steigerung um mehr als 50 %. In Zypern legte der Absatz 2018 im Vergleich zu 2011 sogar um fast 94 % auf 1 184 t zu.

Zumindest der Anstieg des Verbrauches in Österreich ist laut der dortigen Landwirtschaftskammer auch auf eine im Berichtszeitraum veränderte Erfassung zurückzuführen. CO2 werde als Wirkstoff gegen Vorratsschädlinge in der Lagerhaltung erst seit 2016 erfasst, was den Insektizid-Anteil der Statistik von 149 t im Jahr 2011 auf 1 580 t im Jahr 2018 erhöht habe, erklärte die Kammer. Eine weitere Ursache für den erhöhten Mittelabsatz sei die deutliche Steigerung bei den Wirkstoffen Schwefel und Kupfer, die vornehmlich im Ökolandbau und auch vermehrt in der integrierten Produktion verwendet würden. AgE


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