EU-Rapsareal offenbar noch kleiner

Die Landwirte in der Europäischen Union haben nach Einschätzung des Internationalen Getreiderats (IGC) die Rapsfläche zur diesjährigen Ernte noch etwas mehr eingeschränkt als bislang angenommen. In ihrem aktuellen Bericht veranschlagen die Londoner Experten das betreffende Areal auf 5,6 Mio ha; das sind 200 000 ha weniger als noch Ende November erwartet worden waren. Im Vergleich zu dem 2019/20 erreichten 13-Jahrestief würde die Anbaufläche nur um 100 000 ha oder 0,7 % größer ausfallen.

Vor allem für Deutschland und Frankreich - die beiden wichtigsten Rapserzeugerländer der Gemeinschaft - hatten die Fachleute zuvor mit einer größeren Anbaufläche bei dieser Ölsaat gerechnet. Der IGC begründet seine pessimistischere Einschätzung mit dem schlechten Wetter bei der Aussaat. Außerdem seien die Rapserträge und -erlöse in den vergangenen Jahren geschrumpft, was den Anreiz für den Anbau geschwächt habe.

Unterdessen haben die Landwirte in der Ukraine laut Informationen des Getreiderates die Aussaat von Winterraps abgeschlossen. Die betreffende Fläche wird auf rund 1,4 Mio ha veranschlagt, was im Vergleich zu 2019/20 einer Vergrößerung um gut 8 % entsprechen würde. Allerdings könne die Erntefläche noch schrumpfen, weil die Pflanzen dort anfällig für Frostschäden seien. Derweil könnte das Rapsareal in Russland mit voraussichtlich etwa 1,7 Mio ha das Vorjahresniveau um rund 6 % übertreffen und damit ein neues Allzeithoch erreichen. Allerdings wird in der Russischen Föderation vor allem Sommerraps angebaut, so dass diese Prognose noch mit großer Unsicherheit behaftet ist.

Mit Blick auf Kanada geht der Getreiderat zur Ernte 2020 von einer Canolafläche auf dem Vorjahresniveau von 8,5 Mio ha aus. Dagegen wird für Australien eine Ausweitung um 200 000 ha oder 10 % auf 2,2 Mio ha prognostiziert. Der globale Rapsanbau 2020/21 wird jetzt bei rund 35,4 Mio ha gesehen, nach 34,6 Mio ha im Vorjahr. AgE


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