Rückgang der Erzeugerpreise zum Stillstand gekommen

Im September haben sich die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch in Deutschland uneinheitlich entwickelt. In Schleswig-Holstein hoben viele Meiereien ihre Auszahlungsleistungen bereits an. Gleichzeitig wurden vor allem von Molkereien im Osten die Preise weiter zurückgenommen.
Am deutschen Milchmarkt hat die saisonale Erholung im laufenden Jahr lange auf sich warten lassen. Erst seit September sind produktübergreifend stabile bis steigende Preistendenzen zu verzeichnen. Diese haben sich als stabiler erwiesen, als dies im Vorfeld vor dem Hintergrund der umfangreichen Milchanlieferung innerhalb der EU zu erwarten war. Treibende Kraft war dabei vor allem Magermilchpulver. Bei Käse gab es für die Anbieter hingegen bislang nur begrenzten Spielraum für Preisanhebungen. Erfahrungsgemäß reagieren die Milcherzeugerpreise mit einer zeitlichen Verzögerung, sodass hier in der bundesweiten Betrachtung im Herbst zunächst stabile Tendenzen vorherrschen dürften. Richtungsweisend könnten dabei die Anhebungen auf Erzeugerebene in Schleswig-Holstein sein, wo die Preise in der Regel die kürzesten Reaktionszeiten haben.

Das bundesweite Mittel für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß lag im September bei gut 32,6 Ct/kg. Das ergibt sich auf Grundlage erster Schätzungen der AMI. Damit hat sich der Rückgang der Preise, der im Dezember 2018 eingesetzt hatte, nicht weiter fortgesetzt. In der Summe war das Bundesmittel im Übergang von August auf September sehr stabil. Dies war jedoch nicht in allen Teilen der Republik der Fall, wie die Entwicklung im Durchschnitt impliziert. Das minimale Plus ergab sich viel mehr aus regional teils noch sinkenden und teils bereits steigenden Tendenzen. (AMI)


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