DBV-Generalsekretär: Bio muss regionaler werden

„Auch Bio muss regionaler werden“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, zur Eröffnung der Bio-Fach 2018 und fordert die Bio-Branche auf, dem Wunsch der Verbraucher nach regionalen Lebensmitteln Rechnung zu tragen und die hohen Importanteile bei typisch einheimischen Produkten wie Getreide, Fleisch und Milch zurückzufahren.

Dadurch könnte umstellungsinteressierten Landwirten eine nachhaltig sichere Perspektive im Öko-Landbau geboten werden. Die Absatzperspektiven für mehr Öko-Rohware sind derzeit vor allem im Ackerbau gut. Nach dem DBV-Konjunkturbarometer interessieren sich rund 15% der Betriebe für eine Umstellung. Die pflanzliche Erzeugung stellt im Ökolandbau rund 50% der Erlöse, nach AMI-Angaben alleine 26% aus der Obst-, Gemüse- und Kartoffelerzeugung.

In den Jahren 2014 bis 2016 hatten insbesondere Milchviehbetriebe auf Öko-Erzeugung umgestellt. Nach rund 30% Produktionsanstieg seit 2014 gilt der deutsche Öko-Milchmarkt vorläufig als gesättigt. Potenzial für eine Regionalisierung bieten die etwa 30% der deutschen Öko-Milchnachfrage, die durch Importe aus Österreich und Dänemark bedient werden. Angesichts des starken Importdrucks haben die deutschen Öko-Molkereien im vergangenen Jahr allerdings kaum noch neue Lieferanten aufgenommen. Angesichts guter Erzeugerpreise wuchs in den letzten zwei Jahren die Zahl der Öko-Betriebe jeweils um fast 10%. Bereits Ende 2016 lag der Anteil der Öko-Betriebe bei 10%; sie bewirtschafteten allerdings nur 7,5% der Fläche.


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